Kategorie: Softwarezuweisung#
Die Kategorie Softwarezuweisung verknüpft Software-Objekte mit dem Host, auf dem sie installiert sind. Sie ist eine Multi-Value-Kategorie – pro Objekt können beliebig viele Zuweisungen angelegt werden, z.B. wenn auf einem Server ein Betriebssystem, eine Datenbank und mehrere Fachanwendungen installiert sind.
Wichtig zum Verständnis: Software wird in i-doit als eigenständiges Objekt vom Typ Anwendung gepflegt – mit eigenen Kategorien für Varianten, Versionen und Lizenzen. Die Kategorie Softwarezuweisung dokumentiert nicht die Software selbst, sondern ausschließlich die Beziehung zwischen einer Software und einem konkreten Host. Dadurch lässt sich dieselbe Software mehreren Hosts zuweisen, ohne Stammdaten zu duplizieren.
Software-Objekt muss zuerst existieren
Die häufigste Support-Frage zu dieser Kategorie: „Warum kann ich keine Software zuweisen?" Die Antwort: Das Software-Objekt muss zuerst als eigenständiges Objekt vom Typ Anwendung angelegt werden – erst dann taucht es im Objekt-Browser dieser Kategorie auf. Die Softwarezuweisung erstellt keine neuen Software-Objekte, sie verknüpft nur bestehende. Lege also z.B. ein Objekt „Apache HTTP Server" vom Typ Anwendung an, bevor du es einem Server zuweist.
Verwendung#
Typische Anwendungsfälle:
- Software-Inventar: Erfasse für jeden Server, Client oder Switch, welche Software in welcher Version installiert ist. Das ergibt ein vollständiges Bild der Softwarelandschaft pro Gerät. In Kombination mit der Kategorie Betriebssystem – die das Betriebssystem separat abbildet – entsteht ein lückenloses Software-Profil.
- Lizenzmanagement: Über das Feld „Zugeordnete Lizenz" wird jede Installation einem konkreten Lizenz-Objekt zugeordnet. Jede Verknüpfung zählt als eine verbrauchte Lizenz. Im Zusammenspiel mit der Kategorie Lizenzzuweisung lässt sich so auswerten, wie viele Lizenzen verbraucht sind und wo Über- oder Unterlizenzierung droht. Fehlt die Lizenzzuordnung, wird die Installation in Lizenz-Reports als unlizenziert ausgewiesen – ein wichtiges Signal für den Einkauf.
- Versionstracking und Patchmanagement: Durch die dokumentierte Versionsnummer je Host lässt sich per Report ermitteln, welche Systeme noch auf einer veralteten Version laufen und ein Update benötigen. Ein konkretes Beispiel: Der Report „Alle Server mit Java-Version < 17" liefert die Grundlage für eine gezielte Update-Kampagne – und dokumentiert gleichzeitig den Compliance-Status für Auditoren.
- Compliance-Audits: Reports über die Softwarezuweisung liefern eine prüfbare Übersicht aller installierten Anwendungen – inklusive Installationsdatum, Version und Lizenzzuordnung. Da jeder Eintrag auch den Typ (Betriebssystem, Software, Firmware, Dienst) enthält, lassen sich gezielte Auswertungen erstellen, z.B. „Alle Hosts mit Firmware älter als 2024".
- Abhängigkeiten abbilden: Über die Felder „Ziel-Datenbankschema" und „Genutzte Datenbanken" lassen sich Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und Datenbanken dokumentieren. Im Störungsfall zeigt ein Blick auf diese Verknüpfung sofort, welche Anwendungen betroffen sind, wenn eine Datenbank-Instanz ausfällt.
Felder#
Anwendung#
Das Software-Objekt, das diesem Host zugewiesen wird. Es muss als eigenes Objekt vom Typ Anwendung in i-doit existieren, bevor es hier verknüpft werden kann. Beispiele: Microsoft SQL Server, Apache HTTP Server, SAP ERP. Über den Objekt-Browser lässt sich das gewünschte Software-Objekt suchen und auswählen.
Typ#
Klassifiziert die Art der zugewiesenen Software. Die verfügbaren Dialog-Werte sind:
- Betriebssystem – z.B. Windows Server 2022, Debian 12
- Software – klassische Anwendungssoftware
- Firmware – z.B. BIOS/UEFI-Versionen, Switch-Firmware
- Dienst – Hintergrunddienste und Services
Die Unterscheidung ist wichtig für Reports: So lässt sich z.B. gezielt nach allen Hosts filtern, deren Betriebssystem eine bestimmte Version unterschreitet.
Priorität#
Gibt an, ob die Software als primäre oder sekundäre Anwendung auf dem Host gilt. Primär bedeutet, dass der Host hauptsächlich für diese Software betrieben wird – etwa ein dedizierter Datenbankserver. Sekundär kennzeichnet Hilfs- oder Zusatzsoftware wie Monitoring-Agents oder Backup-Clients.
Zugeordnete Lizenz#
Verknüpft die Installation mit einem konkreten Lizenz-Objekt in i-doit. Dieses Lizenz-Objekt enthält die Lizenzdetails (Lizenztyp, Anzahl, Schlüssel). Durch die Verknüpfung hier wird eine Lizenz als „verbraucht" gezählt. Wenn keine Lizenz zugeordnet ist, wird die Installation in Lizenz-Reports als unlizenziert ausgewiesen.
Zugeordneter IT-Service#
Ordnet die Softwareinstallation einem IT-Service zu. Das ist besonders nützlich für ITSM-Prozesse: Wenn ein IT-Service wie „E-Mail" definiert ist, können alle zugehörigen Softwareinstallationen (Exchange Server, Spam-Filter, Antivirus auf dem Mailserver) diesem Service zugeordnet werden. Ausfälle lassen sich so direkt auf betroffene Services zurückführen.
Variante#
Die Produktvariante oder Edition der Software, z.B. Enterprise, Standard, Community, Professional. Dialog-Feld – die verfügbaren Varianten werden am Software-Objekt selbst in der Kategorie „Varianten" definiert und stehen hier zur Auswahl.
Versionsnummer#
Die konkret installierte Version der Software auf diesem Host, z.B. 2024.1, 8.0.32, 22H2. Dialog+-Feld – neue Versionen können direkt eingegeben oder aus der am Software-Objekt hinterlegten Versionsliste gewählt werden. Dieses Feld ist zentral für Patchmanagement-Reports.
Ziel-Datenbankschema#
Verknüpft die Softwareinstallation mit einem Datenbankschema-Objekt. Relevant für Anwendungen, die auf ein bestimmtes Datenbankschema zugreifen – z.B. eine ERP-Anwendung, die das Schema SAP_PROD auf einem SQL-Server nutzt.
Genutzte Datenbanken#
Verknüpft die Softwareinstallation mit Datenbank-Objekten, die von dieser Anwendung genutzt werden. Im Unterschied zum Ziel-Datenbankschema wird hier die Datenbank-Instanz selbst referenziert. Nützlich, um Abhängigkeiten zwischen Anwendungen und Datenbanken abzubilden.
Installationsdatum#
Das Datum, an dem die Software auf diesem Host installiert wurde. Hilfreich für Lifecycle-Tracking und Compliance-Nachweise – z.B. um nachzuweisen, wann ein Sicherheitsupdate eingespielt wurde.
Beschreibung#
Freitext für zusätzliche Angaben: Installationshinweise, Konfigurationsbesonderheiten, Ticket-Referenzen zum Change oder sonstige Anmerkungen zur Softwarezuweisung.
Technische Referenz#
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Kategorie-Konstante | C__CATG__APPLICATION |
| Typ | Globale Kategorie |
| Multi-Value | Ja |
| Zugeordnet zu | Server, Client, Virtual Server, Switch, Router, Blade Server u.a. |
Felder (API-Referenz)#
| Feld | API-Key | Typ |
|---|---|---|
| Anwendung | application | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Typ | application_type | Dialog (Auswahl) |
| Priorität | application_priority | Dialog (Auswahl) |
| Zugeordnete Lizenz | assigned_license | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Zugeordneter IT-Service | assigned_it_service | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Variante | assigned_variant | Dialog (Auswahl) |
| Versionsnummer | assigned_version | Dialog+ (erweiterbare Auswahl) |
| Ziel-Datenbankschema | assigned_database_schema | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Genutzte Datenbanken | assigned_databases | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Installationsdatum | installDate | Datum/Zeit |
| Beschreibung | description | Textfeld (mehrzeilig) |
API-Beispiele#
Eintrag erstellen#
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Einträge lesen#
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Eintrag aktualisieren#
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