Kategorie: Cluster Dienstzuweisung#
Die Kategorie Cluster Dienstzuweisung verknüpft Dienste, Applikationen und Datenbank-Schemata mit einem Cluster-Objekt. Sie ist eine Multi-Value-Kategorie -- pro Cluster können beliebig viele Dienstzuweisungen angelegt werden, weil ein Cluster in der Regel mehrere Applikationen und Services gleichzeitig bereitstellt.
Während die Kategorie Cluster den Cluster selbst beschreibt (Mitglieder, Quorum, Verwaltungsinstanz), beantwortet die Cluster Dienstzuweisung die entscheidende Frage: Welche Dienste laufen auf diesem Cluster, und auf welchen Knoten? Damit schließt sie die Brücke zwischen der Infrastruktur-Ebene (Hardware, Knoten) und der Service-Ebene (Applikationen, Datenbanken).
Zusammenspiel mit der Servicezuweisung
Die Cluster Dienstzuweisung ist das Cluster-Gegenstück zur Kategorie Servicezuweisung bei einzelnen Servern. Wenn du einen Dienst von einem Einzelserver in einen Cluster migrierst, verschiebst du die Zuordnung aus der Servicezuweisung in diese Kategorie -- so bleibt die Service-Dokumentation konsistent.
Verwendung#
Typische Anwendungsfälle:
- Hochverfügbarkeit dokumentieren: Erfasse, welche Applikationen auf dem Cluster laufen, auf welchen Knoten sie aktiv sind und welcher Knoten der Default-Server ist. Bei einem Failover-Szenario zeigt diese Dokumentation sofort, welcher Knoten welchen Dienst übernehmen kann.
- Failover-Planung: Das Feld Runs on zeigt, auf welchen Cluster-Mitgliedern ein Dienst läuft. Der Default server markiert den bevorzugten Knoten. Bei einem geplanten Wartungsfenster lässt sich so prüfen, ob alle Dienste auf den verbleibenden Knoten umschwenken können.
- Storage- und Netzwerkzuordnung: Über die Felder Volumes und Shares werden die vom Dienst genutzten Laufwerke und Freigaben direkt am Cluster-Service dokumentiert. Das ist besonders bei Cluster Shared Volumes (CSV) oder NFS-Mounts unverzichtbar, weil bei einem Failover auch die Storage-Pfade stimmen müssen.
- Datenbankcluster: Das Feld Database schema verknüpft ein Datenbank-Schema mit dem Cluster-Dienst. So ist nachvollziehbar, welche Datenbank auf welchem Cluster liegt -- hilfreich für DBA-Teams bei Wartung und Kapazitätsplanung.
- Service-Status-Tracking: Der Service Status zeigt, ob ein Cluster-Dienst aktiv (
Running) oder deaktiviert (Disabled) ist. In Reports lässt sich so filtern, welche Cluster-Dienste aktuell produktiv sind.
Cluster-Mitglieder zuerst anlegen
Die Felder Runs on und Default server referenzieren die Mitglieder des Clusters. Diese müssen in der Kategorie Cluster zuerst zugewiesen sein, bevor sie hier als Auswahl erscheinen. Lege also zuerst das Cluster-Objekt an, weise die Mitglieder zu, und erstelle dann die Dienstzuweisungen.
Felder#
Typ#
Die Art des Cluster-Dienstes, z.B. Active/Active oder Active/Passive. Dieses Dialog-Feld klassifiziert das Failover-Modell und ist in Reports hilfreich, um zwischen aktiv-aktiven und aktiv-passiven Konfigurationen zu unterscheiden.
Cluster-Dienst#
Das Applikations- oder Service-Objekt, das auf dem Cluster läuft. Hier wird ein Objekt aus den Kategorien Applikation, Cluster-Service, DBMS, Middleware oder Service verknüpft. Ein einzelnes Cluster-Objekt kann mehrere Dienstzuweisungen mit unterschiedlichen Applikationen haben.
Host-Adressen#
Die IP-Adressen, über die der Cluster-Dienst erreichbar ist. Typischerweise handelt es sich um virtuelle oder Floating-IPs, die beim Failover mit zum aktiven Knoten wandern. Diese Adressen stammen aus der IP-Kategorie der Cluster-Mitglieder.
Volumes#
Die Laufwerke und Volumes, die der Cluster-Dienst nutzt. Bei Windows-Failover-Clustern sind das z.B. Cluster Shared Volumes, bei Linux-HA-Clustern DRBD-Volumes oder gemeinsam genutzte SAN-LUNs.
Shares#
Die Netzwerkfreigaben (SMB/NFS), die mit dem Cluster-Dienst verknüpft sind. Relevant vor allem bei File-Server-Clustern, wo die Freigaben beim Failover auf den neuen aktiven Knoten umziehen müssen.
Läuft auf#
Die Cluster-Mitglieder, auf denen dieser Dienst läuft oder laufen kann. Bei einem Active/Active-Cluster werden hier alle aktiven Knoten zugewiesen, bei Active/Passive der primäre und die Standby-Knoten.
Default Server#
Der bevorzugte Knoten für diesen Dienst. Im Normalbetrieb läuft der Dienst auf diesem Server; nach einem Failover und anschließendem Failback wird der Dienst idealerweise hierhin zurückgeschwenkt.
Datenbank-Schema#
Ein verknüpftes Datenbank-Schema-Objekt. Damit lässt sich dokumentieren, welche Datenbank-Instanz auf dem Cluster betrieben wird -- hilfreich für DBA-Teams, um Abhängigkeiten zwischen Applikation, Cluster und Datenbank zu verstehen.
Service Status#
Der aktuelle Status der Dienstzuweisung: Running (aktiv, produktiv) oder Disabled (deaktiviert). Ermöglicht in Reports die Unterscheidung zwischen aktiven und stillgelegten Cluster-Diensten.
Beschreibung#
Freitext für zusätzliche Informationen: Failover-Reihenfolge, besondere Abhängigkeiten, Wartungsfenster-Hinweise oder Links zu Runbooks.
Technische Referenz#
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Kategorie-Konstante | C__CATG__CLUSTER_SERVICE |
| Typ | Globale Kategorie |
| Multi-Value | Ja |
| Zugeordnet zu | Cluster |
Felder (API-Referenz)#
| Feld | API-Key | Typ |
|---|---|---|
| Typ | type | Dialog (Auswahl) |
| Cluster-Dienst | cluster_service | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Host-Adressen | hostaddresses | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Volumes | drives | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Shares | shares | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Läuft auf | runs_on | Dialog-Liste |
| Default Server | default_server | Dialog (Auswahl) |
| Datenbank-Schema | assigned_database_schema | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Service Status | service_status | Dialog (Auswahl) |
| Beschreibung | description | Textfeld (mehrzeilig) |
API-Beispiele#
Eintrag erstellen#
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Einträge lesen#
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Eintrag aktualisieren#
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