Kategorie: Modell#
Die Kategorie Modell erfasst die Hardware-Identität eines Objekts: Hersteller, Modellbezeichnung, Seriennummer und Service Tag. Sie ist eine Single-Value-Kategorie – jedes Objekt hat genau einen Modell-Eintrag. Zusammen mit der Kategorie Formfaktor ergibt sich ein vollständiges Hardware-Profil: Modell liefert die Identität (was ist es?), Formfaktor die physischen Abmessungen (wie groß und schwer ist es?).
JDisc Discovery befüllt diese Kategorie automatisch
Beim JDisc-Import werden Hersteller, Modell, Seriennummer und Service Tag direkt aus SNMP/WMI-Daten übernommen. In den meisten Umgebungen muss diese Kategorie nicht manuell gepflegt werden — sie wird beim ersten Scan automatisch befüllt und bei jedem weiteren Scan aktualisiert.
Verwendung#
Typische Anwendungsfälle:
- Hardware-Inventar: Hersteller und Modell bilden zusammen mit der Seriennummer die eindeutige Identifikation eines Geräts. Diese Daten werden häufig für Garantieabfragen beim Hersteller benötigt — ohne Seriennummer oder Service Tag lässt sich im Support-Fall kein Ticket eröffnen.
- Service Tag für Herstellersupport: Der Service Tag ist bei Dell der direkte Schlüssel zum Dell Support-Portal: Tag eingeben, sofort Garantiestatus, Treiber und Konfigurationsdetails abrufen. Bei HP heißt das Äquivalent „Product Number / Serial", bei Lenovo „Machine Type / Serial". Wer diesen Wert in i-doit pflegt, spart im Ernstfall wertvolle Minuten.
- Asset-Tracking und Beschaffung: Über die Produkt-ID lassen sich Geräte einer bestimmten Bestellposition oder einem Rahmenvertrag zuordnen. Beim Hardware-Refresh zeigt ein Report sofort, wie viele Geräte eines bestimmten Modells im Einsatz sind — hilfreich für Mengenrabatte und Austauschplanung.
- Firmware-Verwaltung: Dokumentiere die aktuelle BIOS- und Firmware-Version. Per Report Manager lassen sich gezielt Geräte identifizieren, deren Firmware-Stand unter einer bestimmten Version liegt — unverzichtbar bei Sicherheitslücken, die ein BIOS-Update erfordern, oder bei VMware-Kompatibilitätsprüfungen.
- Vollständiges Hardware-Profil: Modell + CPU + Speicher + Formfaktor ergeben zusammen die komplette Hardware-Dokumentation eines Geräts. Erst wenn alle vier Kategorien gepflegt sind, ist das Gerät vollständig inventarisiert.
Felder#
Hersteller#
Der Hardware-Hersteller, z.B. Dell Technologies, Hewlett Packard Enterprise, Lenovo. Dialog+-Feld – eigene Werte werden bei der Eingabe automatisch angelegt. Beim JDisc-Import wird der Hersteller aus den SNMP/WMI-Daten übernommen. Über den Report Manager lässt sich schnell auswerten, wie sich die Herstellerverteilung im Unternehmen darstellt — relevant für Rahmenverträge und strategische Beschaffungsentscheidungen.
Modell#
Die Modellbezeichnung, z.B. PowerEdge R750, ProLiant DL360 Gen11, ThinkSystem SR650 V3. Ebenfalls ein Dialog+-Feld. In Kombination mit dem Hersteller ergibt sich die eindeutige Gerätebezeichnung. Bei einem Hardware-Refresh zeigt ein Report auf Basis dieses Feldes sofort, welche Modellgenerationen noch im Einsatz sind und wo ein Austausch fällig wird.
Produkt-ID#
Die interne Produktnummer des Herstellers, z.B. R750-XS-2U. Hilfreich bei der Beschaffung und beim Abgleich mit Bestellungen oder Rahmenverträgen. Wer dieses Feld konsequent pflegt, kann bei Nachbestellungen sofort die exakte Konfigurationsvariante benennen — ohne erst in alten Bestellungen suchen zu müssen.
Service Tag#
Die herstellerseitige Kennung für Support und Garantie. Bei Dell ist dies der 7-stellige Service Tag (z.B. DELLSRV42X), der direkt auf der Dell-Support-Seite eingegeben werden kann, um Garantiestatus, Treiber-Downloads und die Originalkonfiguration abzurufen. Bei HP und Lenovo ist das Äquivalent die Kombination aus Produktnummer und Seriennummer. Ohne diesen Wert dauert jede Support-Anfrage länger, weil der Hersteller das Gerät erst manuell identifizieren muss.
Seriennummer#
Die Seriennummer des Geräts, üblicherweise auf einem Etikett am Gehäuse oder im BIOS hinterlegt. Wird beim JDisc-Import automatisch aus WMI/SNMP ausgelesen. Für Inventarzwecke, Versicherungsfälle und die Zuordnung bei Reparaturen unverzichtbar. In Kombination mit dem Service Tag ergibt sich eine lückenlose Geräteidentifikation über den gesamten Lifecycle hinweg.
Firmware#
Die aktuell installierte Firmware-Version. Hier kann sowohl die BIOS-Version als auch die Firmware weiterer Komponenten (z.B. iDRAC, iLO, BMC) dokumentiert werden. Beispiel: BIOS 1.12.3 (2024-11-15). Per Report Manager lassen sich gezielt Geräte mit veralteter Firmware identifizieren — z.B. alle Server mit einer BIOS-Version unterhalb eines bestimmten Patch-Standes. Das ist besonders wichtig bei bekannten Sicherheitslücken (CVEs), die ein Firmware-Update erfordern.
Beschreibung#
Freitext für ergänzende Angaben: Ausstattungsvariante, Besonderheiten in der Konfiguration, Zertifizierungen (z.B. „zertifiziert für RHEL 9 und VMware ESXi 8"), Garantie-Enddatum oder Hinweise zum Wartungsvertrag.
Technische Referenz#
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Kategorie-Konstante | C__CATG__MODEL |
| Typ | Globale Kategorie |
| Multi-Value | Nein |
| Zugeordnet zu | Alle hardware-nahen Objekttypen (Server, Client, Switch, Router, u.a.) |
Felder (API-Referenz)#
| Feld | API-Key | Typ |
|---|---|---|
| Hersteller | manufacturer | Dialog+ (erweiterbare Auswahl) |
| Modell | title | Dialog+ (erweiterbare Auswahl) |
| Produkt-ID | productid | Text |
| Service Tag | service_tag | Text |
| Seriennummer | serial | Text |
| Firmware | firmware | Text |
| Beschreibung | description | Textfeld (mehrzeilig) |
API-Beispiele#
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