Kategorie: IP-Liste#
Die Kategorie IP-Liste zeigt alle IP-Adressen, die innerhalb eines Layer-3-Netzes vergeben sind. Sie ist eine Multi-Value-Kategorie und gehört zu Objekten vom Typ Layer-3-Netz und Supernet. Jeder Eintrag repräsentiert eine IP-Adresse, die über die Kategorie Hostadresse einem Gerät zugewiesen wurde.
Der entscheidende Unterschied zu anderen Kategorien: Die IP-Liste ist primär eine Rückwärtsansicht. Die Daten werden nicht direkt in dieser Kategorie gepflegt, sondern entstehen automatisch, wenn auf einem Endgerät in der Kategorie Hostadresse eine IP-Adresse angelegt und diesem Netz-Objekt zugeordnet wird. Die IP-Liste aggregiert diese Zuordnungen und zeigt sie gebündelt am Netz-Objekt an – eine Art Live-Übersicht des gesamten Subnetzes.
Lesen statt Schreiben
Die IP-Liste ist in erster Linie eine Leseansicht. Die eigentliche Datenpflege findet in der Kategorie Hostadresse auf den einzelnen Geräten statt. Wenn eine IP-Adresse in der IP-Liste fehlt, liegt das daran, dass der Hostadress-Eintrag auf dem betreffenden Gerät entweder nicht existiert oder dem falschen Netz zugeordnet ist. Die Lösung ist immer: Den Hostadress-Eintrag auf dem Gerät prüfen und das korrekte Netz zuordnen.
IPAM-Übersicht
Die IP-Liste ist das Herzstück des IP-Adress-Managements in i-doit. Zusammen mit der Kategorie Netz, die den Adressraum definiert, und der Kategorie DHCP, die die dynamischen Bereiche markiert, ergibt sich ein vollständiges Bild: Welche Adressen sind vergeben, welche frei, welche liegen im DHCP-Bereich? Diese Übersicht ist die Grundlage für die Vergabe neuer Adressen und die Erkennung von Doppelbelegungen.
Verwendung#
Typische Anwendungsfälle:
- IP-Belegung auf einen Blick: Die IP-Liste zeigt pro Netz alle vergebenen Adressen mit dem zugeordneten Objekt. Ein Netzwerkadministrator sieht sofort, welche Adressen belegt sind und welches Gerät dahintersteht – ohne jedes Gerät einzeln öffnen zu müssen.
- Freie Adressen finden: Durch den Vergleich der IP-Liste mit dem Adressbereich aus der Kategorie Netz erkennt man die Lücken – also die verfügbaren Adressen für neue Geräte. i-doit schlägt beim Anlegen eines neuen Hostadress-Eintrags automatisch die nächste freie Adresse vor.
- Doppelbelegungen erkennen: Wenn zwei Geräte versehentlich dieselbe IP-Adresse zugewiesen bekommen haben, wird dies in der IP-Liste sichtbar – die Adresse erscheint doppelt mit unterschiedlichen Objekten.
- Netz-Auslastung bewerten: Die Anzahl der Einträge in der IP-Liste im Verhältnis zum gesamten Adressraum zeigt die Auslastung des Subnetzes. Reports können Netze mit hoher Auslastung (z.B. > 80%) identifizieren und rechtzeitig eine Erweiterung oder Segmentierung anregen.
- Netzwerk-Migration planen: Beim Umzug von Geräten in ein neues Subnetz zeigt die IP-Liste alle betroffenen Objekte. So lässt sich eine vollständige Migrationsliste erstellen, ohne ein einziges Gerät zu übersehen.
- Adressvergabe-Typ prüfen: Die Felder zur Adressvergabe (statisch, DHCP, SLAAC) zeigen, wie jede Adresse vergeben wurde. Ein Report „Alle Server mit DHCP-Adresse" deckt Konfigurationsfehler auf – Server sollten in der Regel statische Adressen haben.
Felder#
Typ (Type)#
Unterscheidet zwischen IPv4 und IPv6. Dialog-Feld – der Wert ergibt sich aus dem Typ des Hostadress-Eintrags auf dem zugeordneten Gerät.
Hostadresse (Host address)#
Die IP-Adresse selbst, z.B. 192.168.10.25 oder fd00::1a2b. Dieser Wert stammt aus dem Feld „IPv4-Adresse" bzw. „IPv6-Adresse" der Kategorie Hostadresse auf dem Endgerät.
Objekt (Object)#
Das Objekt, dem diese IP-Adresse zugewiesen ist – z.B. ein Server, Client oder Router. Über dieses Feld lässt sich direkt zum zugeordneten Gerät navigieren. Dies ist der zentrale Mehrwert der IP-Liste: Die Zuordnung von Adresse zu Gerät auf einen Blick.
Adressvergabe IPv4 (Address allocation IPv4)#
Die Art der Adresszuweisung für IPv4: Statisch, DHCP oder Nicht vergeben. Dieser Wert wird aus dem Hostadress-Eintrag auf dem Endgerät gespiegelt.
Adressvergabe IPv6 (Address allocation IPv6)#
Die Art der Adresszuweisung für IPv6: Statisch, DHCPv6, SLAAC oder Nicht vergeben. Analog zum IPv4-Feld, aber mit IPv6-spezifischen Optionen.
Objekt (object)#
Die Objekt-ID des zugeordneten Geräts als Ganzzahl. Dieses Feld wird intern für die Verknüpfung verwendet.
IP-Liste öffnen (Open IP list)#
Link zur grafischen IPAM-Ansicht des Netzes, die alle Adressen als Tabelle oder Grid darstellt.
Technische Referenz#
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Kategorie-Konstante | C__CATS__NET_IP_ADDRESSES |
| Typ | Spezifische Kategorie |
| Multi-Value | Ja |
| Zugeordnet zu | Layer-3-Netz (LAYER3_NET), Supernet (SUPERNET) |
Felder (API-Referenz)#
| Feld | API-Key | Typ |
|---|---|---|
| Typ | net_type | Dialog (Auswahl) |
| Hostadresse | title | Text |
| Objekt | assigned_object | Objekt-Browser (Verknüpfung) |
| Adressvergabe IPv4 | ipv4_assignment | Dialog (Auswahl) |
| Adressvergabe IPv6 | ipv6_assignment | Dialog (Auswahl) |
| Objekt (ID) | object | Ganzzahl |
| IP-Liste öffnen | ip_address_link | Text |
API-Beispiele#
Primär eine Lese-Kategorie
Die IP-Liste wird üblicherweise über die API gelesen, nicht geschrieben. Die Einträge entstehen automatisch durch Hostadress-Zuweisungen auf den Endgeräten. Direkte Schreibzugriffe auf diese Kategorie sind möglich, aber in der Praxis selten sinnvoll – die Datenpflege sollte über die Kategorie Hostadresse auf den einzelnen Objekten erfolgen.
Einträge lesen#
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Die Antwort enthält alle IP-Adressen, die diesem Netz-Objekt zugeordnet sind, inklusive der zugehörigen Objekt-IDs und Hostnamen. Ein typischer Anwendungsfall: Über die API die Belegung eines Subnetzes abfragen und mit der tatsächlichen Netzwerkkonfiguration abgleichen.
Eintrag erstellen#
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Eintrag aktualisieren#
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