Red Hat Enterprise Linux 10
Getestet mit i-doit 38 und Red Hat Enterprise Linux 10.1 (Coughlan)
Red Hat Subscription erforderlich
Für die Installation von RHEL-Paketen und die Aktivierung des CRB-Repositories wird eine aktive Red Hat Subscription benötigt. Eine kostenlose Developer-Subscription ist unter developers.redhat.com erhältlich.
Welche Pakete zu installieren und zu konfigurieren sind, erklären wir in wenigen Schritten in diesem Artikel.
Systemvoraussetzungen#
Es gelten die allgemeinen Systemvoraussetzungen. Um zu bestimmen, welche Version eingesetzt wird, kann auf der Konsole dieser Befehl ausgeführt werden:
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Als Systemarchitektur sollte ein x86 in 64bit zum Einsatz kommen:
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x86_64 bedeutet 64bit, i386 oder i686 lediglich 32bit.
Installation der Pakete#
Auf einem aktuell gehaltenen System werden
- der Apache HTTP Server 2.4,
- die Script-Sprache PHP-FPM 8.3,
- das Datenbankmanagementsystem MariaDB 10.11 und
- der Caching-Server memcached
installiert.
Zunächst werden erste Pakete aus den Standard-Repositories aktualisiert:
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Für einige Pakete wird EPEL benötigt. Auf RHEL ist EPEL nicht als Paket verfügbar, sondern wird direkt von fedoraproject.org installiert:
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Das CRB-Repository (CodeReady Builder) wird über den Subscription Manager aktiviert:
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Die Installation weiterer Pakete:
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Damit der Apache HTTP Server, MariaDB, PHP-FPM und memcached auch beim Booten gestartet werden, sind diese Befehle erforderlich:
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Anschließend erfolgt der Start der Dienste:
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Weiterhin wird der Standard HTTP Port 80 über die Firewall erlaubt. Diese muss nach der Anpassung neu gestartet werden:
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Wenn du i-doit via HTTPS nutzen möchtest, musst du eine entsprechende VirtualHost-Konfiguration für Port 443 erstellen. Dies wird hier nicht beschrieben.
Konfiguration#
Die installierten Pakete für Apache HTTP Server, PHP und MariaDB bringen bereits Konfigurationsdateien mit. Es empfiehlt sich, abweichende Einstellungen in gesonderten Dateien zu speichern, anstatt die vorhandenen Konfigurationsdateien anzupassen. Die Einstellungen der Standardkonfiguration werden durch die benutzerdefinierten ergänzt bzw. überschrieben.
PHP Konfiguration#
Zunächst wird eine neue Datei erstellt und mit den nötigen Einstellungen befüllt:
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Diese Datei erhält folgende von uns vorgegebenen Inhalt. Für mehr Informationen zu den Parametern, schaue dir auf PHP.net vorbei
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Das memory_limit muss bei Bedarf z.B. bei sehr großen Reports oder umfangreichen Dokumenten erhöht werden. Der Wert (in Sekunden) von session.gc_maxlifetime sollte größer oder gleich dem Session Timeout in den Systemeinstellungen von i-doit sein. Der Parameter date.timezone sollte auf die lokale Zeitzone angepasst werden (siehe Liste unterstützter Zeitzonen).
Apache HTTP Server Konfiguration#
Die Welcome Page wird, durch umbenennen, deaktiviert:
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Nun wird ein neuer Virtual Host für i-doit angelegt:
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Diese Datei erhält folgenden Inhalt:
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i-doit liefert abweichende Apache-Einstellungen in Dateien mit dem Namen .htaccess mit. Diese müssen nach jedem Update geprüft und in der VirtualHost Konfiguration aktualisiert werden.
Im nächsten Schritt wird der Apache HTTP Server neu gestartet:
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Damit Apache Lese- und Schreibrechte im künftigen Installationsverzeichnis von i-doit hat, muss dies von SELinux erlaubt werden:
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MariaDB#
Damit MariaDB eine gute Performance liefert und sicher betrieben werden kann, sind einige, wenige Schritte nötig, die penibel ausgeführt werden sollten. Dies fängt an mit einer sicheren Installation. Den Empfehlungen sollte gefolgt werden. Der Benutzer root sollte ein sicheres Passwort erhalten:
Aktiviere die Socket-Authentifizierung nicht für den Benutzer root, da dies i-doit daran hindern würde, eine Verbindung zur Datenbank herzustellen.
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Anschließend wird MariaDB auf slow shutdown gesetzt:
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Für die abweichenden Konfigurationseinstellungen wird eine neue Datei erstellt:
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Diese Datei enthält die neuen Konfigurationseinstellungen. Für eine optimale Performance sollten diese Einstellungen an die (virtuelle) Hardware angepasst werden:
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Abschließend wird MariaDB gestartet:
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Zum Schluss müssen wir noch SELinux konfigurieren, damit Apache auf das Netzwerk und die Datenbank zugreifen kann:
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Nächster Schritt#
Das Betriebssystem ist nun vorbereitet, sodass i-doit installiert werden kann: