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Das Add-on Analyse ermöglicht im Schwerpunkt zwei Anwendungen: Zum Einen untersucht es die Daten- und Dokumentationsqualität und liefert eine interaktive Ergebnisansicht mit dem ermittelten Status. Zum Anderen dient es der Simulation von Ausfällen. So können “Was passiert wenn”-Szenarien durchgespielt und in ihren Auswirkungen auf die Infrastruktur analysiert werden. Bei kombinierter Nutzung mit der Schnittstelle zur Monitoring-Lösung Check_MK können auch Live-Ausfälle entsprechend ihrer Auswirkung direkt untersucht werden.

Download und Installation

Dieses Add-on kann nachträglich installiert werden. Detaillierte Beschreibungen bezüglich Download, Installation, Updates usw. liefert der Artikel "Add-ons".

Konfiguration

Eine gesonderte Konfiguration ist nicht vorgesehen.

Rechtevergabe

Unter Verwaltung → Rechtesystem → Rechtevergabe → Analyse können Rechte für Personen und Personengruppen angepasst werden.

BedingungBeschreibung
AnalysenAnalysen durchführen
Datenqualität-Profile verwaltenProfile für die Datenqualität erstellen, bearbeiten und/oder unwiderruflich löschen

Ausfallsimulation

Möchte man herausfinden, welche Auswirkungen ein Ausfall eines bestimmten Objekts auf dokumentierte Services hat, hilft die passende Simulation unter Extras → Analyse → Ausfallsimulation weiter. Über den Tab Manuelle Objektauswahl kann man mehrere Optionen angeben:

OptionBeschreibung
ObjektauswahlAuswahl von einem oder mehreren Objekten, die ausgefallen sind (oder sein sollen)
ServicefilterEingrenzung der Analyse auf eine bestimmte Tiefe, bestimmte Objekttypen, -Beziehungen usw.; die Konfiguration befindet sich unter Extras → Services → Servicefilter.
AnsichtServicebaum vereinfacht darstellen
AnzeigefilterNachträgliche Filterung

Nach Klick auf den Button Simulation starten wird unterhalb der Optionen das Ergebnis präsentiert: Erst folgt eine Auflistung der betroffenen Services, wobei auch in der Hierarchie übergeordnete Services aufgelistet sein können. Dies hängt vom gewählten Servicefilter ab. Pro Service wird eine Ausfallschwere angegeben und je nach Schweregrad von grün (leicht) bis rot (schwer) dargestellt. Hierbei wird die Gewichtung von Objekt-Beziehungen ausgewertet. Folgt hinter dem numerischen Feld ein C, weißt dies darauf hin, dass das ausgefallene Objekt Teil eines Clusters ist.

Unter Baumansicht wird ein Servicebaum aufgebaut, um den Ausfall auf diese Art zu visualisieren.

Ausfallsimulation

Über den Tab Report Objektauswahl hat man zusätzlich die Möglichkeit, basierend auf einem Report Objekte auszuwählen, die von einem Ausfall betroffen sind.

Ausfälle live

Eine Variante der oben beschriebenen Ausfallsimulation befindet sich unter Extras → Analyse → Ausfälle live. i-doit greift hierbei auf die Schnittstelle zu einem konfigurierten Network Monitoring (beispielsweise Check_MK) zurück. Aus zu analysierenden Soll-Daten werden Ist-Daten: Fällt tatsächlich ein Host aus, kann nun simuliert werden, welche Auswirkungen dieser Ausfall auf die dokumentierten Services hat.

Datenqualität

Über den Punkt Extras → Analyse → Datenqualität kann gemessen werden, inwiefern die IT-Dokumentation ausgefüllt ist. Hier liegt der Anspruch, dass zu jedem sichtbaren Objekttypen jede zugeordnete Kategorie eines jeden Objekts ausgefüllt ist. Dies definiert die Marke 100 Prozent.

Beispiel: Es existieren 21 Objekte vom Typ Client. Diesem Objekttypen sind 20 Kategorien zugeordnet. Um 100 Prozent zu erreichen, müssten für alle 21 Objekte alle Kategorien ausgefüllt sein. Besteht eine Lücke, verringert sich die prozentuale Angabe.

Zu jedem Objekttypen können weitere Details über den Button Detaillierte Informationen darstellen eingeblendet werden. Wenn Lücken bestehen, kann über die Lupe zu jeder Kategorie eine Liste von betroffenen Objekten generiert werden.

Datenqualität

Sollten Objekttypen und/oder Kategorien das Ergebnis verfälschen, kann man sie jeweils ausblenden. Daraufhin wird das Ergebnis neu berechnet. Solche Anpassungen kann in Profilen gespeichert werden, um sie später wieder aufzurufen. Dazu klickt man auf den Button Speichern. Anschließend vergibt man unter Name einen aussagekräftigen Titel. Unter Benutzerspezifisch gibt man an, ob nur der jeweilige Benutzer das Profil aufrufen darf oder ob es für alle Benutzer freigegeben ist. Bereits gespeicherte Profile erscheinen im linken Navigationsbaum unterhalb von Datenqualität.

Profil zur Datenqualität erstellen

Objektkatalog

Um sich auflisten zu lassen, welche Objekte zu einem Service gehören, dient der Punkt unter Extras → Analyse → Objektkatalog. Über Objektauswahl wählt man ein Objekt vom Typ Service aus. Danach grenzt man die Analyse optional über den Servicefilter ein. Ähnlich wie im Report Manager kann man die Anzeige der Objekte variieren, indem man aus globalen und spezifischen Kategorien die passenden Attribute wählt. Ein Klick auf Objektdaten laden generiert das tabellarische Ergebnis.
Objektkatalog

Servicekosten

Was kostet die Erbringung einer Dienstleistung? Diese Frage beantwortet der Punkt unter Extras → Analyse → Servicekosten auf Basis der IT-Dokumentation. Zuerst wählt man unter Objektauswahl ein Objekt vom Typ Service aus. Danach grenzt man die Analyse optional über den Servicefilter ein. Durch Klick auf den Button Servicekosten berechnen werden die Daten analysiert und aufbereitet. Das Ergebnis wird über den Punkt Kosten Zusammenfassung komprimiert dargestellt:

KategorieBeschreibung
LizenzkostenSiehe Kategorie Softwarezuweisung
InvestitionskostenSiehe Kategorie Buchhaltung
Jährliche BetriebskostenSiehe Kategorie Buchhaltung
VertragskostenSiehe Kategorie Vertragszuweisung

Unter Weitere Zusammenfassungen wird der maximale Energiebedarf von Hardware-Objekten zusammengefasst (siehe Kategorie Stromverbraucher).

Nach einem Tortendiagramm der oben genannten Kosten folgt eine detaillierte Aufschlüsselung, welche Daten pro Kategorie und analysiertes Objekt ausgewertet wurden.
Servicekosten

Kategorie Analyse

Jedem Objekt ist nach der Aktivierung des Analyse-Add-ons eine Kategorie mit demselben Namen Analyse zugeordnet. Über diese Kategorie gelangt man direkt zur Ausfallsimulation, wobei unter Objektauswahl das jeweilige Objekt bereits vorselektiert.

Releases

VersionDatumChangelog
1.119.07.2018
[Verbesserung]  Neue Visualisierung im Datenqualität-Report
[Änderung]      Datenqualität zeigt Objekttyp Kabel nicht an
[Bug]           "Objekte ohne Daten auflisten" bei benutzerdefinierten Kategorien führt zu SQL-Fehler
[Bug]           Fehler beim Anzeigen der detaillierten Informationen in benutzerdefinierte Kategorien
[Bug]           Fehlermeldung im neuen Fenster nach Klick auf Objektlink in Datenqualität
1.0.531.07.2017
[Verbesserung]  Performance der Datenqualität verbessern
[Verbesserung]  Neue Option zur Berechnung der Gesamtkosten
[Bug]           Eigene Objekt-Icons werden in der Datenqualität nicht skaliert
[Bug]           Servicekosten nutzen falsche Währungszeichen
[Bug]           Benutzerdefinierte Icons werden falsch dargestellt.
1.0.402.05.2017
[Bug]           Bei der Ausführung einer Ausfallsimulation kommt es je nach Größe der Datenbank zu einem Timeout
1.0.308.03.2017
[Änderung]      Verbesserte Stabilität und Performance in der internen Auswertung des Servicebaums
[Bug]           Aufrufen der Servicekosten gibt Fehler aus
[Bug]           Benutzerdefinierte Kategorien werden nicht ausgewertet
[Bug]           get_currency() Fehler beim Ausführen der Reportview "Servicekosten"
1.0.209.03.2015 
1.0.123.09.2014
[Bug]           Änderung der Gewichtung einer Beziehung hat keinen Einfluss auf die "Ausfallschwere".
[Bug]           Kategorie "Netzverbindungen" zeigt immer eine Datenqualität von 0% an.
[Bug]           Kategorie "Schränke" wird immer mit einer Datenqualität von 0% angegeben.
1.020.08.2014Initiales Release