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JDisc Discovery inventarisiert gesamte Netzwerke und erkennt alle wichtigen Betriebssysteme (einschließlich HP-UX, Solaris und AIX). Es erkennt Hardware- und Software, IP-Netzwerke, Windows-Domänen und Active Directory. Darüber hinaus identifiziert JDisc Discovery alle wichtigen Virtualisierungstechnologien, sowie viele Cluster-Umgebungen.

Installation

Für den Betrieb ist die Installation der JDisc-Server-Komponenten auf einem Microsoft Windows (bestenfalls in der Server-Variante) erforderlich Die Installationsdateien hierfür können unter folgender Adresse heruntergeladen werden:

http://www.jdisc.com/de/downloads.html

Während des Setups wird abgefragt, welche Passwörter für das im Hintergrund verwendete PostgreSQL-DBMS verwendet werden sollen. Dies betrifft den administrativen Account postgres und den Account postgresro, der lediglich über Leserechte auf die JDisc-Datenbank verfügt. Letztere Account wird für die Schnittstelle zu i-doit benötigt. Zudem muss beim Setup angegeben werden, dass die PostgreSQL-Instanz nach außen hin erreichbar sein soll. Diese hört standardmäßig auf den Port 25321. Der Port ist in der Windows Firewall freizuschalten.

Bei Fragen zur Installation oder Konfiguration von JDisc hilft der Support des Herstellers:

http://www.jdisc.com/de/support.html

Dieser Artikel widmet sich im Folgenden der Schnittstelle zwischen i-doit und JDisc Discovery.

Konfiguration

Die Konfiguration der Schnittstelle befindet sich unter Verwaltung → Schnittstellen / externe Daten → Import → JDISC → JDisc-Konfiguration. Dort können beliebig viele Instanzen von JDisc Discovery angegeben werden. Dies ermöglicht komplexe Inventarisierungs-Szenarien mit voneinander getrennten Netzen.

Allgemeine Einstellungen

ParameterAnmerkung
Standard ServerHandelt es sich um diejenige Instanz, die bei einem manuellen Import vorgeschlagen werden soll?
HostHostname/FQDN oder IP-Adresse der JDisc-Instanz; diese muss von der i-doit-Instanz aus erreichbar sein
PortOffener Port der PostgreSQL-Instanz, die im Hintergrund von JDisc Discovery läuft
DatenbankJDisc Discovery verwendet standardmäßig die Datenbank inventory.
BenutzernameHier wird einer der Accounts angegeben, die beim Setup abgefragt wurden. Es genügt der Account postgresro mit eingeschränkten Rechten, da i-doit lediglich lesend auf die Datenbank zugreift.
PasswortDas beim Setup vergebene Passwort, das zum verwendeten Account gehört
Import älterer JDisc Versionen erlauben?Abfrage, die nur für ältere Versionen von JDisc Discovery relevant ist

Nach dem Speichern der Parameter kann die Verbindung zur JDisc-Datenbank über den Button Verbindung prüfen getestet werden.

Discovery Einstellungen

Über i-doit kann der Benutzer einen Scan bei der konfigurierten JDisc-Instanz auslösen. Dazu wird der Web Service von JDisc Discovery verwendet, der installiert und aktiviert sein muss.

ParameterAnmerkung
BenutzernameAccount, der für den Web Service genutzt werden soll
PasswortZum Account passendes Passwort
PortStandard: 9000
ProtokollStandard: http

Auch hier kann nach dem Speichern der Parameter über den Button Verbindung prüfen getestet werden, ob die Konfiguration erfolgreich ist.

Damit die Verbindung zu JDisc Discovery funktioniert, muss auf dem Host von i-doit die PHP-Erweiterung SOAP installiert sein. Auf einem Debian-basierten Betriebssystem ist dies mit der Installation von PHP bereits geschehen, unter anderen Betriebssystemen sollte es ggf. ein passendes Distributionspaket geben.

Profile

Die JDisc-Profile innerhalb von i-doit geben die Möglichkeit, die Verknüpfung von Objekttypen und ihren Attributen zwischen JDisc und i-doit zu definieren. Unter Verwaltung → Schnittstellen / externe Daten → Import → JDISC → JDisc-Profile kann festgelegt werden, in welcher Weise die durch JDisc gefundenen Objekte ihren Weg in die IT-Dokumentation finden.

In der Standard-Installation von i-doit sind bereits vordefinierte Profile vorhanden. Darunter befindet sich das Profile Complete import, dass darauf ausgelegt ist, alle Daten in i-doit zu importieren, die JDisc inventarisiert hat.

Allgemein Einstellungen

Option

Beschreibung

JDisc ServerWelche Instanz von JDisc soll beim Import vor-selektiert werden? Siehe Abschnitt "Konfiguration" weiter oben.
TitelName des Profils
BeschreibungBeschreibung des Profils

Objekttyp-Zuweisungen

Für jeden Typ in JDisc kann ein äquivalenter Objekttyp in i-doit ausgewählt werden. Geschieht dies nicht, werden Devices diesen Typs nicht importiert. Die Reihenfolge der Zuweisungen wird beim Import beachtet. Dieser geht die Liste von oben nach unten durch, um eine Zuweisung zu identifizieren. Die Matrix ist pro Zeile folgendermaßen aufgebaut:

JDisc-TypJDisc-BetriebssystemPort FilterObjekttypStandortAktionen

Device Type aus JDisc, der beim Import berücksichtigt werden soll.

Die Liste wird aus der angegebenen JDisc-Instanz ausgelesen und zwischengespeichert.

Betriebssysteme, die JDisc bereits inventarisiert hat.

Oftmals reicht der Device Type für eine Zuweisung zu einem Objekttyp nicht aus, weswegen optional das Betriebssystem angegeben werden kann.

Das Feld kann mit Wildcards (*) versehen werden.

Welche Netzwerk-Ports sollen importiert werden?

Normaler Import: Alle physikalischen und logischen Ports werden importiert.

Kein Import: Im Textfeld können Port-Namen angegeben werden, die ignoriert werden sollen.

Logischer Port/Physikalischer Port/FC-Port: Es werden nur die Ports importiert, deren Name im Textfeld zu finden ist.

Die Kriterien können miteinander kombiniert werden, sodass nur bestimmte physikalische und nur bestimmte logische Ports berücksichtigt werden.

Diesem Objekttyp werden importierte Devices zugeordnet.

Wird kein Objekttyp ausgewählt, werden Devices diesen Types ignoriert.

Beim Import werden Objekte, die den hier genannten Kriterien entsprechen, einem bestimmten Standort zugeordnet. Dies geschieht über die Kategorie Standort.Neue Zuweisung hinzufügen, eine bestehende duplizieren oder löschen.

Zusätzliche Optionen

OptionBeschreibung
Kategorien auswählenWelche Kategorien sollen beim Import befüllt werden? Es werden nur Kategorien gelistet, die der Import behandeln kann.
Netzwerk Interfaces importieren alsInventarisierte Netzwerk-Schnittstellen können in unterschiedlichen Kategorien abgebildet werden.
Software beim Import berücksichtigenSoll inventarisierte Software als Objekttyp Anwendungen importiert werden?
Layer-3-Netze beim Import berücksichtigenSollen inventarisierte IP-Netze als Objekttyp Layer-3-Netze importiert werden?
VLans beim Import berücksichtigenSollen inventarisierte VLANs als Objekttyp Layer-2-Netze importiert werden?
Cluster beim Import berücksichtigenSollen (Virtualisierungs-)Umgebungen als Objekttyp Cluster importiert werden?
Blade/Chassis Verbindungen beim Import berücksichtigenSollen Objekte vom Typ Blade Server zu Objekten vom Typ Blade Chassis beim Import hinzugefügt werden?
Objekttyp der zugewiesenen Module innerhalb eines Blade/Chassis GerätesIst ein Blade oder Switch Chassis inventarisiert worden, können die eingesteckten Module einem bestimmten Objekttyp beim Import zugeordnet werden.
Custom attributes importierenWenn in JDisc Discovery benutzerdefinierte Attribute (Custom Attributes) gepflegt werden, können diese in i-doit importiert werden. Diese werden nach dem Import in der Kategorie JDisc Custom Attributes angezeigt.
Standard Templates aus Objekttypen berücksichtigen (nur bei Neuanlage)Wird ein neues Objekt erstellt, kann automatisch ein Template berücksichtigt werden. Die Auswahl des Templates findet in der Objekttyp-Konfiguration statt.
CMDB-Status der Objekte ändern aufBereits vorhandene Objekte können beim Aktualisieren einen bestimmten CMDB-Status erhalten. Soll der CMDB-Status nicht geändert werden, ist in der Auswahl CMDB-Status beibehalten zu wählen.
Software FilterEntweder kann eine White- oder eine Blacklist an Software-Applikationen angegeben werden, welche importiert werden sollen (Whitelist) oder eben nicht (Blacklist). Es können Wildcards (*) angegeben werden. Die Liste von Titeln wird durch Kommas separiert.
Objekt-Matching ProfilWelche Strategie soll erfolgen, um bereits in i-doit dokumentierte Objekte durch einen Import zu aktualisieren?
Objekttyp aktualisierenIst das Device bereits als Objekt in i-doit vorhanden, kann hierüber bestimmt werden, ob der Objekttyp anhand der Zuweisung (siehe oben) aktualisiert werden soll oder nicht.

Import von Daten über die Web GUI

Der Import von Inhalten aus JDisc erfolgt über Extras → CMDB → Import → JDisc.


Vor dem Auführen des Imports müssen die Import-Parameter festlegt sein.

Da es möglich ist, dass mehr als ein JDisc-Server eingesetzt wird, muss im ersten Schritt der JDisc-Server ausgewählt werden. Das Profil, welches zuvor definiert wurde,kann ebenfalls gewählt werden um die importierten Inhalte und deren Handhabung zu beeinflussen. Zusätzlich kann der Modus des Imports angegeben werden. Der Import-Modus Erstellen wird alle gefundenen Objekte erstellen, ohne zu prüfen, ob diese bereits existieren. Der Import-Modus Aktualisieren wird nur Objekte erstellen, die im i-doit-Datenbestand nicht gefunden werden. Kategorien von bereits existierenden Objekten werden (wenn nötig) um neue Daten ergänzt. Der Import-Modus Überschreiben verhält sich im Prinzip wie der Modus Aktualisieren mit dem Unterschied, dass Listen-Kategorien erst geleert und dann neu angelegt werden.

In der Protokollierung kann der Umfang der geschriebenen Logs beeinflusst werden. Ein umfangreicheres Logging erhöht die Dauer des Imports.

Wenn die Einstellungen vollständig vorgenommen wurden, kann der Import über Importvorgang starten angestoßen werden. Bitte beachte, dass die Dauer des Imports sowohl von der Größe der JDisc-Datenbank, als auch von der verwendeten Hardware abhängig ist.

Wenn der Import abgeschlossen wurde, wird eine Zusammenfassung im Bereich Ergebnis angezeigt.

Beim Import erzeugte Logs findest du im i-doit-Verzeichnis log/.

Import über den i-doit Console

Der Import der Daten aus JDisc nach i-doit ist nicht nur manuell über die Oberfläche möglich. Er kann ebenfalls über die i-doit Console ausgeführt und somit automatisiert werden. Wie der entsprechende Aufruf erzeugt wird, finden Sie im zugehörigen Artikel mit einem Beispiel für die Option import-jdisc.

Für den Import lässt sich die ID des gewünschten Profils angeben. Die ID ist in der Liste der Profile zu finden:


Ebenfalls kann die ID des zu verwendenden JDisc Servers angegeben werden. Diese ist in der Konfiguration zu finden: