Die variablen Reports sind nützlich, um die eigene i-doit-Installation noch weiter auf den persönlichen Zuschnitt hin anzupassen.

Benutzerdefinierte Kategorie

Viele Anwender haben bereits heute benutzerdefinierte Kategorien in Verwendung. Eine Sache, die benutzerdefinierte Kategorien auszeichnet, ist unter anderem die Möglichkeit zur Verknüpfung von Objekten.

Nehmen wir an, in der Organisation sind Bereichsdrucker definiert. Die Räume 1.01 bis 1.07 verwenden Drucker A, die Räume 1.08 bis 1.11 den Drucker B.

Dokumentiert wird das mit der benutzerdefinierten Kategorie Bereichsdrucker. Diese wird dem Objekttyp Drucker zugeordnet und als Single-Value-Kategorie, nicht als Listen-Kategorie (Multi-Value) definiert. Das Attribut Bereichsdrucker für wird als Objekt-Beziehung (Mehrfachauswahl) mit Zusatz Freigabenzugriff hinzugefügt.

Benutzerdefinierte Kategorie

Danach wechselt man zum Objekt Drucker A. In der Kategorie Bereichsdrucker wählt man nun in die zugeordneten Räume aus.

Objekt-Browser

Das Ergebnis sieht in der Kategorie dann so aus wie im nachfolgenden Bild.

Objekt

Dies lässt sich auch mit dem CMDB-Explorer visualisieren.

CMDB-Explorer

Rückwärtige Ansicht für benutzerdefinierte Kategorie

So weit so gut. Doch wie findet man heraus, wenn man sich den Raum 1.05 ansieht, welcher Bereichsdrucker für diesen Raum definiert ist? Dafür ist eine rückwärtige Ansicht nötig, mit der man feststellen kann, welcher Drucker in Beziehung zu diesem Raum steht. Mit den variablen Reports gibt für solche kontextabhängigen Abfragen eine Lösung.

Dazu wird ein Report und eine weitere benutzerdefinierte Kategorie erstellt. Zunächst zum Report Bereichsdrucker rückwärtig. Dort wird die Checkbox Variabler Report angehakt und unter Ausgabe einige interessante Attribute zu den Druckern ausgewählt.

Abfrage-Editor

Im Abfrage-Editor gibt es die Möglichkeit, bei allen Verknüpfungen, die Beziehungen generieren, unter Bedingungen einen Feldplatzhalter zu setzen.

Für diesen Anwendungsfall heißt das: Der Report “sucht” nach jenen Objekten, in denen in der benutzerdefinierten Kategorie Bereichsdrucker im Attribut Bereichsdrucker für die Objekt-ID des aktuell ausgewählten Objektes eingetragen ist. Doch was ist das ausgewählte Objekt? Im Kontext des Report Managers gibt es kein ausgewähltes Objekt.

Daher muss stets ein Objekt auswählt werden, um den Report ausfüllen zu können. Das geschieht dadurch, indem man zum Report eine Kategorie erstellt, die den Report innerhalb eines Objektes ausführt. Diese wird Bereichsdrucker rückwärtig genannt, dem Objekttyp Raum zugeordnet und als Single-Value-Kategorie definiert. Zudem erhält sich ein namenloses Attribut mit dem Feldtyp Report. Unter Zusatz wird die ID des oben erstellten Reports angegeben.

Die Report-ID ist in der Übersicht der bereits definierten Reports enthalten.

In Raumobjekten steht jetzt die neue Kategorie zur Verfügung, die den Report immer für das Objekt ausführt, in dem sich der Anwender befindet. Dadurch erhält man eine rückwärtige Ansicht über die Beziehung zum Bereichsdrucker.